Sänger/in Tenor

Reinoud Van Mechelen

Kurzbiographie

Reinoud Van Mechelen studierte Gesang am Conservatoire Royal in Brüssel. 2017 wurde ihm von der Union der belgischen Musikkritik der vielbeachtete Caecilia-Preis als Jungem Musiker des Jahres verliehen. Bereits 2007 hatte er an der Académie Baroque Européenne d'Ambronay, geleitet von Hervé Niquet, auf sich aufmerksam gemacht. 2011 war er Mitglied des "Jardin des Voix" von William Christie und Paul Agnew, in dessen Folge er zum regelmäßigen Solisten von Les Arts Florissants wurde. Namhafte Barockensembles sichern sich in der Folge seine Zusammenarbeit: Collegium Vocale, Le Concert Spirituel, Le Concert d'Astrée, Les Talens Lyriques, Pygmalion, Scherzi Musicali, um nur einige zu nennen. In Hauptrollen etwa von Rameau, Mozart, Bizet, Delibes hörte man ihn an renommierten Bühnen wie dem Théâtre royal de la Monnaie, der Staatsoper Berlin, dem Opernhaus Zürich, der Opéra Comique, dem Théâtre des Champs-Elysées, der Opéra royal de Versailles und an der Oper von Bordeaux. 2019 sang er den Evangelisten in J.S. Bachs Johannespassion mit dem Royal Concertgebouw Orchestra unter der Leitung von William Christie. 2022 singt er den Evangelist in Bachs Matthäuspassion auf Europa-Tournee mit Collegium Vocale und Philippe Herreweghe. Zu seiner Diskographie gehören fünf Solo-Alben für das Label Alpha Classics mit dem von ihm gegründeten Ensemble a nocte temporis: Erbarme Dich (Arien von J. S. Bach, 2016), Clérambault, Cantates françaises (2018), Dublhinn Gardens (irische Volkslieder, 2019), Dumesny, haute-contre de Lully (2019) und Jéliote, haute-contre de Rameau (2021). Auch kürzlich hinzugekommen ist Charpentiers La descente d’Orphée aux Enfers mit a nocte temporis und Vox Luminis (2020).

September 2021

Long Version

Reinoud Van Mechelen schloss 2012 sein Gesangstudium am Conservatoire Royal in Brüssel in der Klasse von Dina Grossberger ab. 2017 wurde ihm von der Union der belgischen Musikkritik der vielbeachtete Caecilia-Preis als Junger Musiker des Jahres verliehen. Eine Anerkennung von "zu Hause" für den Künstler, der sich schon in seinen frühen Karrierejahren auf zahlreichen internationalen Bühnen etablieren konnte.

Bereits 2007 machte Reinoud Van Mechelen an der Académie Baroque Européenne d'Ambronay, geleitet von Hervé Niquet, auf sich aufmerksam. 2011 war er Mitglied des "Jardin des Voix" von William Christie und Paul Agnew in dessen Folge er zum regelmäßigen Solisten von Les Arts Florissants wurde. Mit diesem Ensemble gastierte er u. a. beim Festival d'Aix-en-Provence, beim Edinburgh Festival, im Schloß von Versailles, am Bolschoi-Theater in Moskau, in der Royal Albert Hall und im Barbican Centre in London, im Palais des Beaux-Arts in Brüssel, in der Philharmonie und der Opéra Comique in Paris sowie an der Brooklyn Academy of Music in New York.

Namhafte Barockensembles sichern sich in der Folge seine Zusammenarbeit: Collegium Vocale, Le Concert Spirituel, Le Concert d'Astrée, Les Talens Lyriques, Pygmalion, Le Poème Harmonique, B’Rock, Ricercar Consort, Scherzi Musicali, Hespèrion XXI, u. a.

2014 war er erstmals als Evangelist in J. S. Bachs Johannespassion mit dem Royal Liverpool Philharmonic zu erleben, ein Part, den er 2019 auf Konzerttournee mit Les Arts Florissants sowie mit dem Royal Concertgebouw Orchestra im Amsterdamer Concertgebouw, beides unter der Leitung von William Christie, wieder sang. Weitere Höhepunkte betrafen die Titelpartie in Rameaus Dardanus an der Opéra national de Bordeaux sowie konzertant die Titelpartie in Zoroastre beim Festival Montpellier et Radio-France, beim Festival d’Aix-en-Provence, beim Festival de Beaune, an der Opéra royal in Versailles und im Theater an der Wien, beide Produktionen unter der musikalischen Leitung von Raphaël Pichon. 2017 debütierte er am Opernhaus Zürich als Jason in Charpentiers Médée unter der Leitung von William Christie. Neben zahlreichen anderen Verpflichtungen unternahm er inzwischen noch weitere bedeutende Repertoireergänzungen als Belmonte (Die Entführung aus dem Serail) mit dem Orchestre de Chambre de Paris sowie als Gérald (Lakmé) mit dem Münchner Rundfunkorchester.

Neben zahlreichen Konzertauftritten mit seinem eigenen Ensemble, a nocte temporis, nahm er in den letzten zwei Spielzeiten an der Jubiläumsproduktion zum 30-jährigen Bestehen des Concert Spirituel („Un Opéra imaginaire“) sowie an zwei Konzerttourneen mit Les Arts Florissants (Actéon von Charpentier in den USA und Selva Morale von Monteverdi in Paris, Versailles, Caen, Berlin und London) teil. Er war außerdem in der Titelpartie in Rameaus Pygmalion an der Oper von Dijon, in Die Zauberflöte (Tamino) am Théâtre royal de la Monnaie und in Hippolyte et Aricie (Hippolyte) an der Staatsoper Berlin (unter der Leitung von Sir Simon Rattle) zu erleben.

2019/20 feierte er sein Rollendebüt als Nadir (Les Pêcheurs de perles) an der Oper von Toulon und war außerdem zu Gast an der Staatsoper Berlin (Purcell's King Arthur) und am Grand Théâtre de Luxembourg (Titelpartie in Rameaus Pygmalion). Zwei Konzerttourneen begleiteten außerdem die Veröffentlichung seiner zwei neuen Alben mit a nocte temporis (für Alpha Classics): Orphée aux enfers von M.A. Charpentier, in Koproduktion mit Vox Luminis und Dumesny, haute-contre de Lully, in dem sich a nocte temporis zum ersten Mal in Orchesterbesetzung präsentiert. Das „Dumesny“ Album wurde u.a. mit dem Grand Prix du disque der Charles Cros Akademie sowie mit einem Diapason d'or ausgezeichnet.

Die Opernpläne, die trotz der Covid-Krise 2020/21 (zum Teil) gerettet werden konnten, sind Rameaus Hippolyte et Aricie (Hippolyte) und Mondonvilles Titon et l'Aurore (Titon) an der Opéra Comique.

Reinoud Van Mechelen hat an zahlreichen CD- und DVD-Produktionen mitgewirkt, u.a. an fünf Solo-Alben mit a nocte temporis (für Alpha Classics): Erbarme Dich (Arien von J. S. Bach) wurde von der Kritik einhellig bejubelt (mit "Choc" Classica: „Eine von den Göttern gesegnete Bach-Aufnahme“ und einem von 10 vergebenen Caecilia-Preisen für die besten Aufnahmen des Jahres 2016), Clérambault, Cantates françaises (2018), Dublhinn Gardens (irische Volkslieder, 2019), Dumesny, haute-contre de Lully (2019) und, gerade erschienen, den zweiten Teil seiner Trilogie über die legendären französischen hautes-contre des 18. Jahrhunderts, Jéliote, haute-contre de Rameau (2021). Es kommt dazu La Descente d'Orphée aux Enfers von Charpentier zusammen mit a nocte temporis und Vox Luminis (2020).

September 2021

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