Katherine Broderick wird für ihre Ausdruckskraft und die Vielseitigkeit ihres Repertoires geschätzt, das von intimen Liederabenden über große Orchesterwerke bis hin zu Wagner-Hauptrollen reicht. 2025 wurde sie für ihre Interpretation der Brünnhilde in Götterdämmerung im Rahmen des Ring-Zyklus am Stadttheater Klagenfurt für den Österreichischen Musiktheaterpreis als „Beste Hauptdarstellerin“ nominiert. Anschließend kehrte sie nach Klagenfurt zurück, um ihr umjubeltes Debüt als Isolde in einer Neuinszenierung von Wagners Tristan und Isolde zu geben.
Ihr Opernrepertoire umfasst Rollen wie Brünnhilde (Die Walküre, Siegfried, Götterdämmerung), Sieglinde (Die Walküre), Ortlinde, Helmwige und Woglinde (Die Walküre), Adriana Lecouvreur (Titelpartie), Leonore (Fidelio), Elsa (Lohengrin), Vitellia (La clemenza di Tito), Tatjana (Eugen Onegin), Alice Ford (Falstaff), die Primadonna (Ariadne auf Naxos), Lady Billows (Albert Herring), Miss Jessel (The Turn of the Screw), Mrs Coyle (Owen Wingrave) sowie die Contessa und Marcellina (Le nozze di Figaro).
Sie war zu Gast bei renommierten Opernhäusern und Festivals wie etwa das Royal Opera House London (Covent Garden), die English National Opera, das Glyndebourne Festival, Garsington Opera, Opera North, die Opéra national de Paris, die Opéra-Comique, die Opéra national de Montpellier, das Badisches Staatstheater Karlsruhe und die Oper Leipzig.
Als leidenschaftliche Liedinterpretin arbeitet sie regelmäßig mit Pianisten wie Malcolm Martineau, Julius Drake, Simon Lepper, Joseph Middleton, James Baillieu und Gary Matthewman zusammen und tritt in renommierten Konzerthäusern wie der Wigmore Hall, St John’s Smith Square und beim Oxford International Song Festival auf. Sie ist außerdem regelmäßiger Gast im BBC Radio 3.
Zu ihrem Konzertrepertoire gehören Mahlers Symphonien Nr. 2, 4 und 8, Rückert-Lieder, Lieder eines fahrenden Gesellen sowie Des Knaben Wunderhorn, Mendelssohns Elias und Lobgesang, Brittens Spring Symphony und War Requiem, Berlioz Les nuits d’été, Bergs Sieben frühe Lieder und Wozzeck-Fragmente, Strauss Vier letzte Lieder und Wagners Wesendonck Lieder. Sie hat u.a. mit dem London Symphony Orchestra, dem Philharmonia Orchestra, dem Hallé Orchestra, den Orchestern von der BBC, dem Ulster Orchestra, dem Bournemouth Symphony Orchestra, dem Singapore Symphony Orchestra, dem Queensland Symphony Orchestra, und dem Hong Kong Philharmonic Orchestra zusammengearbeitet.
Ihre Diskographie umfasst Vaughan Williams A Sea Symphony (Hallé / Mark Elder), Brittens Songs mit Malcolm Martineau (Onyx), Mendelssohns Lieder mit Eugene Asti (Hyperion), Schumanns Lieder mit Graham Johnson (Hyperion), Mussorgskys Songs mit Sergej Rybin (Stone Records), Songs for the Turn of a Century mit Malcolm Martineau (Champs Hill) sowie eine Gesamtaufnahme von The Turn of the Screw (LSO Live), Die Walküre und Götterdämmerung (Hallé / Mark Elder);
Gewinnerin des Kathleen-Ferrier-Preises und der Goldmedaille der Guildhall School of Music & Drama, studierte Katherine Broderick an der Guildhall, bevor sie das National Opera Studio in London besuchte. Ursprünglich aus Saddleworth, lebt sie heute in Edinburgh.
Februar 2026
