Arnaud Arbet ist ein in Europa und darüber hinaus sehr geschätzter Dirigent, der besonders im Bereich der modernen und zeitgenössischen Musik sowie in der Oper gefragt ist.
Er wird regelmäßig von renommierten Institutionen eingeladen, darunter das Sinfonieorchester Madrid (mit dem er u.a. Schönbergs Verklärte Nacht und ein Mozart-Programm dirigierte), die Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz (u.a. Der Mond von Carl Orff und Dornröschen von Tschaikowsky) sowie das Gürzenich-Orchester Köln. Mit letzterem leitete er mehrere bedeutende Produktionen: Rihms Die Eroberung von Mexico, Zimmermanns Die Soldaten (als Ko-Dirigent), Kagels Mare Nostrum, Salieris La Scuola de’ Gelosi, Bizerts Carmen.
Weitere Verpflichtungen führten ihn kürzlich zum Ensemble Giorgio Bernasconi in Mailand (mit Auftritt an der Mailänder Scala), zum Sinfonieorchester der Norrlandsoperan in Umeå (Hoffmanns Erzählungen, mit Fernsehübertragung in Schweden) und zum George Enescu International Festival in Bukarest, wo er mit dem George Enescu Philharmonic Orchestra 2023 Ligetis Le Grand Macabre, 2025 Kurtágs Fin de partie sowie ein Konzert mit französischer Orchestermusik dirigierte.
Als Gründer des Ensembles Le Seuil Musical erforscht Arnaud Arbet die vielfältigen ästhetischen Strömungen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie die zahlreichen künstlerischen „Schwellen“, die diese Epoche prägen. Das Ensemble tritt in Frankreich und international auf.
Parallel dazu entwickelt Arnaud Arbet eine Tätigkeit als Komponist. Seine Werke werden vom Ensemble Seta, dem THReNSeMBLe, Le Seuil Musical, dem Philharmonischen Chor George Enescu sowie von Künstler:innen wie etwa Marie-Adeline Henry, Alexandra Untiedt, Vincent Le Texier und der Pianistin Kyoko Nojima aufgeführt.
Arnaud Arbet begann seine Karriere als Solokorrepetitor am Atelier Lyrique der Opéra national de Paris, bevor er zum musikalischen Assistenten am Teatro Real in Madrid berufen wurde. Anschließend wurde er von zahlreichen Opernhäusern und Festivals engagiert und so hatte er die Gelegenheit, mit Pierre Boulez, Semyon Bychkov, Sylvain Cambreling, Ingo Metzmacher, Seiji Ozawa, Alejo Pérez und Sir Simon Rattle zusammenzuarbeiten. Er war außerdem fünf Jahre lang Assistent von György Kurtág und half ihm bei der Fertigstellung von Fin de partie, die 2018 an der Mailänder Scala uraufgeführt wurde.
Dass ihm 2025 die Erstaufführung von Fin de Partie in Rumänien anvertraut wurde, ist ein Zeichen der Anerkennung für die entscheidende Rolle, die Arnaud Arbet bei der Entstehung von Kurtágs Meisterwerk gespielt hat.
Januar 2026
